Roman-Recherche 3: Autokenzeichen

Bild: Werbeanzeige der Frankfurter Adlerwerke. Von Unbekannt, Führer von Frankfurt, Hg. Verkehrsverein Frankfurt am Main Bartetzko, Hoffmann, Junker, Schmidt-Linsenhoff: Wie Frankfurt fotografiert wurde. 1850-1914. München 1977 Gemeinfrei,
Wikimedia-Commons: https://de.wikipedia.org/wiki/Adlerwerke#/media/Datei:Werbung_Adlerwerke_Frankfurt_1907.png

Münsterland, 1907:

Die neuen Kutschen ohne Pferde waren noch Exoten – laut, rußig und teuer. Und wenn jemand z.B. mit so einem »Adler-Wagen« durchs Dorf knatterte und dabei Staub, Hühner und Gemüter aufscheuchte,
wollte man wenigstens wissen, wer das war.

Die Lösung: Kennzeichen. Zwar hatte viele Städte schon welche eingeführt, doch ab dem 1.Oktober 1907 galt im gesamten Deutschen Reich ein einheitliches Nummerierungssystem.

Im Münsterland war dies : „I M“ –
I (Römisch I) für Preußen, M für den Regierungsbezirk Münster, dazu eine laufende Nummer für die neuen Herren der Landstraße.

Ein Schild wie „I M 27“ bedeutete also:
modern, motorisiert – und eindeutig identifizierbar aus dem Bezirk Münster in Preußen.

Ich sammle solche Details für meinen historischen Roman.