Geschichte(n) zwischen Lünen und Selm. Beitragsübersicht der Kategorie

Ab ins Ufo! Besichtigung im Ei des Colani

Ab ins Ufo! Besichtigung im EI des Colani Im Mai 1995 »landete« das von Luigi Colani entworfene »Ufo« auf dem ehemaligen Förderschacht von Minister Achenbach IV in Lünen-Brambauer. Viele Firmen saßen dort oben, sogar ein Tatort wurde hier gedreht – doch die Öffentlichkeit musste draußen bleiben. Das änderte sich 2024 und so begab ich mich gleich…

Brambauer 2004-2010 in Bildern

Als die Kugel Eis noch 50 Cent kostete, drei Körnerbrötchen so viel wie heute ein Einziges und Benzin knapp über einen Euro, da zog ich los und schoss binnen fünf Jahren 6.000 Fotos über Brambauer. 2004 bekam ich zum Abitur eine Digitalkamera geschenkt. Und so machte ich mich als junger Erwachsener auf den Weg, um in…

Der Heikenberg in Alstedde: von Römern und Hünen

Der Heikenberg in Alstedde: von Römern und Hünen »Wer sonst könnte diese riesigen Gräber errichtet haben, wenn nicht Riesen selbst? Es waren die Hünen, die mit übermenschlicher Kraft die als unbesiegbar geltenden Römischen Legionen vertrieben! Seit jener Zeit wandern sie zwischem dem Heikenberge und dem Struckmannsberge auf Ihrem Hünnenpad hin und her, geben einander Signale und…

Als Kaffee und Zucker noch »Colonialwaren« waren: Brambauer Werbeanzeigen um 1920

Vor 100 Jahren erschien Werbung deutlich schlichter: Firmenname, das gibts bei uns unter der Adresse. Fertig. Sicherlich gab es auch schon schön gestaltete, bunte Werbeplakate großer Unternehmen, die mehr das Gefühl ansprachen – doch in der örtlichen Zeitung, in Katalogen, im Telefonbuch, da ging es sparsam und effektiv zu, getreu dem Motto: Hier ist Firma X,…

Spurensuche des Ascheberger Bergwerks »Wickesack«

An zwei Bronzeschweinen vorbei, liegt an einem Ascheberger Feldweg ganz unscheinbar ein Stückchen Grün: hier stand einst Bergwerk »Wickesack« Abgebaut wurde dort keine Kohle, kein Eisenerz, sondern: Strontianit, das »weiße Gold des Münsterlandes«. Eine Spurensuche

Oma holt schon mal die Martinsbrezel

St. Martin in Lünen-Alstedde in den 1980er: während wir Kinder mit der Laterne gingen und dem Spielmannszug folgten, hatte Oma für ihre Enkel einen süßen Spezialauftrag an der Heikenberg-Grundschule …

Als der Kreis Unna mal ein Brettspiel war…

Sie verbringen einen Tag im Solebad Werne – und weil es dort so schön ist, setzten Sie eine Runde aus! Dafür dürfen Sie beim Betriebsausflug mit dem Kanu auf der Lippe drei Felder vor paddeln. 2010 gab es mal ein Brettspiel über den Kreis Unna in kleiner Stückzahl. »Leben im Kreis Unna 2011« nannte es sich…

Wald statt Bagger: Wie sich mein ganz persönliches Selmer Rätsel löste

Seit 2012 wohne ich in Selm. Seitdem ging mir dieses Bild mit den Baggern und dem Hügel nicht aus dem Kopf, dass ich 20 Jahre vorher hier gesehen hatte: als ich bei meinen Verwandten am Ternscher See aus dem Wohnzimmerfenster schaute. Heute ist da ein Wald, so drängte sich die Frage auf: was habe ich damals…

Historische Karte: Lippholthausen 1803

Über Lünens kleinsten Ortsteil gibt es eine erstaunlich detaillierte Karte aus dem Jahr 1803. Sie zeigt das ehemalige Haus Buddenburg und die dazugehörigen Ländereien noch vor dem Bau bekannten Schlosses, welches 1845 erbaut und 1977 abgerissen wurde: Lageplan des Gerichts und Guts Buddenburg mit Dorf Lippholthausen – 1803. Zuschnitt und Kontrast von mir bearbeitet (Quelle und…

Als ich 1990 erstmals auf der Halde Tockhausen war

Welch großer Spielplatz für ein Kind! 1990 wurde die Bergehalde von Minister Achenbach Schacht IV für die Öffentlichkeit freigeben und auch ich war in meinen jüngeren Jahren ganz schnell dort oben. Vor 1990 war die Halde in Tockhausen gesperrt und niemand durfte hinauf. Bereits ab 1986 wurden zwar 300.000 Bäume und Sträucher gepflanzt[1. Ruhr Nachrichten Lünen…

Wenn ein Supermarkt neu gebaut wird (2007)

Vermutlich war er der größte Schuttberg Brambauers seit dem Abriss der Zeche. Damals, 2007, als Plus ging und Netto kam, und das alte Supermarktgebäude aus den 1960er Jahren abgerissen, türmte sich ein riesiger Haufen Steine an der Brambauerstraße. Der Supermarkt kurz vorm Abriss (Oktober 2017) Das Gebäude war in schlechtem Zustand und entsprach nicht mehr den…

Ein alter Grenzstein in Brambauer

Vor über 400 Jahren verlief die Grenze zwischen den Grafschaften Dortmund und Mark durch das heutige Lünen. Das Gebiet des Stadtteil Brambauers gehörte damals zur Grafschaft Dortmund, während die Stadt Lünen zur Grafschaft Mark gehörte. Jene Grenze zwischen beiden Grafschaften wurde weitgehend mit Sperrlandwehren und Schanzen gesichert. An manchen Stellen befanden sich jedoch nur Grenzsteine –und…

Auf den Spuren der Brambauer Lehmbahn

(Erstveröffentlichung des Ursprungstextes 2010, überarbeitet im September 2019) Wo heute Einfamilienhäuser stehen, erinnert lediglich der Straßenname »alte Ziegelei« daran, dass dort einmal Ziegel für viele Zechenhäuser Brambauers gebrannt wurden. Dafür notwendiger Lehm und Mergel sowie die Kohle für den Ofen wurden direkt in der Nachbarschaft abgebaut. Die Brambauer Tonwerke GmbH, so der Name der Ziegelfabrik, bezog…

Schlossruine Wilbringen

In Waltrop, an der Grenze zu Lünen,  steht das Haus Wilbring mitsamt Schlossruine aus dem 17. Jahrhundert. Auf den ersten Blick ist die Ruine heute beinahe unsichtbar geworden.  Als ich 1989 das erste Mal zur Ruine ging, ragte der Turm mit seinen vier kleinen Ecken noch über den benachbarten Wald gut sichtbar hinweg. Mittlerweile ist der…

Karte des heutigen Ruhrgebietes von 1681. Von Nicolas Sanson. Gemeinfrei. Quelle: Wikipedia

1601: Scharmützel um Schanze Ferige

Es ist eigentlich nur eine kleine Randnotiz in der Chronik Brambauers: »1601: Gefecht zwischen Märkischen und Dortmunder Truppen um die Schanze beim Hof Ferige«. Dahinter steckt ein »heimlicher Anschlag«, eine gescheiterte Rückeroberung und ein daraus entstandenes Spottlied.  Möglicherweise zeigt ein Luftbild von 1926 sogar die Umrisse der alten Schanze unter der heutigen Heitfeldsiedlung im Süden Brambauers….

Ein alter Friedhof im Wald

Grafen und Freiherren liegen dort seit fast 150 Jahren begraben, doch vermeintlich keine Karte zeigt diesen Friedhof. Und so begab ich mich in den Wald in Olfen, knapp hinter der Selmer Stadtgrenze… Den Tipp bekam ich auf Facebook: Manfred F. G. Nest erzählte mir von einem alten Grafenfriedhof in der Nähe des Schloß Sandfort. Doch auf…