
Lokale Geschichten sichtbar gemacht – mit Karten, Fotografien und historischen Quellen.

Durch Lünens historische Altstadt bin ich schon so oft in meiner Mittagspause gelaufen. Doch erst jetzt sind mir die teilweise sehr schönen Haustüren aufgefallen. Hier einige…

Als ich über die Querungshilfe auf der Selmer Münsterlandstraße schrieb, kam mir die Frage: Wie viele Autos fahren denn überhaupt wirklich dort entlang? Also hab ich…

»Eine Mittelinsel berge zu viele Gefahren.« Mit dieser Begründung hat Selm Bürgermeister Heinz-Georg Mors den bisherigen Plan einer Querungshilfe zwischen Auenpark und Seilandsiedlung beim Bürgerarbend zurückgewiesen,…

Zum 25. Mai 2026 tritt der neue Nahverkehrsplan der VKU in Kraft. Die altbekannten Linien R19 und D19 verschwinden, dafür kommt das neue X- und Y-Liniensystem…

Erika Kreisherr-Matthes aus Brambauer lässt nichts auf den Bergbau kommen: »Das war mein Leben. Das war eine schöne Zeit!«. Schon als Sechsjährige schlich sie sich heimlich…

Angefangen hatte alles im Keller von Dr. Friedrich Vollmer. Nun begrüßt das ehemalige Bergwerk im Maßstab 1:89 die Besucher des Brambauer Krankenhauses – und lässt sogar…

Mein Großvater Josef Riehs (rechts) mit anderen Kumpeln beim Buttern. Mit Fleischwurst, Dosenbier und einer Flasche Korn. Das Bild wurde ungefähr in den 1970er Jahren aufgenommen…

Im Mai 1995 »landete« das von Luigi Colani entworfene »Ufo« auf dem ehemaligen Förderschacht von Minister Achenbach IV in Lünen-Brambauer. Viele Firmen saßen dort oben, sogar…

Kürzlich regnete es wie aus Kübeln, als ich an einer Trauerfeier auf dem Selmer Friedhof teilnahm. Was ich in diesem Moment nicht wusste: Mitten durch den…

So ähnlich klingen viele Sagen über den Alstedder Heikenberg. Auf mich übte er als Kind schon eine besondere Wirkung aus. Vielleicht, weil die alten Germanen und…
André Walter
Autor und Gestalter
Schön, dass Sie hergefunden haben! Alles begann mit einem verblassten Foto meines Elternhauses aus dem Jahr 1942. Ein Foto, das mich als Jugendlichen in den Bann der Heimatgeschichte zog. Seit mittlerweile 20 Jahren recherchiere und erzähle ich Geschichten zwischen Lünen und Selm, zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Mit historischen Fotos, Karten und eigenen Recherchen.
Was als Hobby begann, wurde 2025 zu meinem freiberuflichen Nebenberuf: Seitdem bin ich als Autor und Gestalter unterwegs – mit einem besonderen Faible für Landkarten, die Geschichten sichtbar machen.
hallo[äd]andre-walter.de
Schön, dass Sie mich gefunden haben!

Aktuell arbeite ich an meinem zweiten Buch: ein Roman, der in einem fiktiven Dorf zwischen Münster und Dortmund im Jahre 1907 spielt. Ein Roman über den Preis des Aufbruchs – und über den Moment, in dem sich entscheidet, ob ein Mensch den vorgezeichneten Weg verlässt.
Das Dorf wird getragen von Glaube, Gewissheit und einer alten Sage. Doch die ländliche Idylle trügt: Als der Graf gegen jede Vernunft so tief im Münsterland nach Kohle graben lässt, bricht die moderne Welt unaufhaltsam über das Dorf herein. Zwischen Gier nach dem »schwarzen Gold« und der Angst vor dem Verlust der Heimat entbrennt ein Streit, der tiefe Gräben durch die Gemeinschaft zieht. Als dann noch ein Mann tot im Wald gefunden wird, öffnet sich der Blick in den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 – und zeigt, wie nah Vergangenheit und Gegenwart beieinanderliegen.
Mittendrin: Zwei Seelen, die zufällig einander begegnen, erkennen einander im Denken, im Zweifel, in der Sehnsucht nach einem anderen Leben. Was zwischen ihnen entsteht, ist ein leises Versprechen, eine Ahnung von Glück, die so wenig in dieses Dorf passt wie die Kohle unter seinen Feldern.
Dafür recherchiere ich zum Leben der damaligen Zeit.

















Ja, Sie haben im Absatz vorher richtig gelesen: ich erstelle eigene Landkarten über meine Heimat.
Dabei beginne ich nicht einfach mit einer fertigen Karte. Schritt für Schritt entsteht aus Straßenverläufen, Gebäuden, Gewässern und Grünflächen ein neues Bild meiner Heimat. Viele Grundlagen stammen aus frei verfügbaren Geodaten, die ich anschließend aufbereite, ergänze und grafisch neu interpretiere.
Doch die eigentliche Arbeit beginnt erst danach: Wege werden angepasst, Flussläufe gestaltet, Vegetation ergänzt und Farben bewusst reduziert, damit die Karten nicht technisch, sondern lebendig wirken. So entstehen keine klassischen Navigationskarten, sondern atmosphärische Darstellungen regionaler Geschichte.
Besonders faszinieren mich die Veränderungen einer Landschaft im Laufe der Zeit. Wo heute Straßen und Wohngebiete liegen, befanden sich früher Felder, Zechenanlagen oder alte Wasserläufe. Genau diese Spuren versuche ich sichtbar zu machen – zwischen Lippe, Bergbau, Siedlungsgeschichte und dem Wandel meiner Heimatregion.
Meine Karten sollen deshalb nicht nur Orientierung bieten, sondern Geschichten erzählen. Sie zeigen, wie eng Landschaft, Erinnerung und lokale Geschichte miteinander verbunden sind.

